Sonntag, 25. September 2016

"Joli Rouge" von Alexandra Fischer [Rezension]

Titel: Joli Rouge

AutorIn: Alexandra Fischer

Einband: Softcover (auch als E-Book erhältlich)

Preis: 14,90 € (E-Book: 4,99 €)

Seitenanzahl: 400

Meine Wertung: 5 Herzen

Reihe: /

Verlag: Drachenmond Verlag

Will ich kaufen! 



Kurzbeschreibung

»Ich werde niemals einen Mann heiraten, der über mich befiehlt«, schmetterte Jacquotte ihm entgegen. »Ebenso wenig wie ich jemals einen Mann heiraten werde, über den ich zu befehlen vermag.«
La Española, 1656: Das Gesicht der Westindischen Inseln beginnt sich zu verändern. Einst von Spanien dominiert, beginnen sich die Mächte mit den eintreffenden Seefahrernationen England, Frankreich und Holland zu verschieben. Es ist die Welt der Bukaniere, in der die junge Jacquotte Delahaye aufwächst. Eine Welt der Männer, wie sie sehr bald feststellt, beherrscht von der Bruderschaft der Küste, die nach ihren eigenen Regeln lebt und in der Frauen nicht erwünscht sind. Mit dem ihr eigenen Stolz stellt sie sich den Herausforderungen dieser unsteten Zeit, in der man nur selbstbestimmt leben kann, wenn man ein Mann ist. Wird es ihr gelingen, der Bruderschaft beizutreten und ihren eigenen Weg zu gehen?
Ein historischer Roman über eine der wenigen Piratinnen, die in diesen harten Zeiten überleben konnte.
(Quelle und Bildcopyright liegen beim Drachenmond Verlag.)


Cover

Das Cover zeigt die Protagonistin, die aufgrund ihrer roten Haare auch als rote Jacquotte bekannt wird. Im Hintergrund befinden sich Felsen und unter ihr erstreckt sich die raue See. Das Cover fasst das Gefühl der Freiheit, nach der sich Jacquotte sehnt, sehr gut auf und ist einer der Gründe, warum ich das Buch haben wollte. 


Meine Meinung:


 

Handlung



Jacquotte Delahaye wächst auf den Westindischen Inseln auf. Die Welt der Bukaniere und Flibustier ist ihre Heimat. Nach dem Tod ihres Vaters möchte sie der Bruderschaft der Küste beitreten. Das Problem ist nur, dass es Frauen untersagt ist, das Zeichen der Bruderschaft zu tragen. Geschweige denn auf einem Schiff mitzusegeln. Jacquotte sucht in dieser Männer dominierten Welt ihren Platz, allen Widerständen zum Trotz.
Zu Beginn muss ich vielleicht anmerken, dass ich eigentlich weniger Historische Romane lesen. „Joli Rouge“ hat mich dennoch sehr angesprochen. Schon Monate vor Veröffentlichung habe ich den Klappentext gelesen, mich in das Cover verliebt und damit der Veröffentlichung entgegengefiebert.
An dieser Stelle kann ich schon sagen, dass mich der Roman nicht enttäuscht hat.
Die Handlung fesselt und besonders das Finale hat mich das Buch nicht aus der Hand legen lassen. Viel zu schnell war ich schon am Ende angelangt.
Die geschichtlichen Hintergründe sind gut dargestellt worden, sodass jemand, der sich nicht mit dieser Zeit befasst hat, sich trotzdem in den politischen Machenschaften zurechtfindet. Gleichzeitig wurde der Fokus auch mehr auf für den Leser bekannte Charaktere gerichtet, deren Schicksal man verfolgen wollte.
Besonders gut gefallen hat mir die Unvorhersehbarkeit der Handlung. Es gab einige Wendungen, die zum Teil auch mit den politischen Machtverhältnissen zu tun hatten, mit denen ich nicht gerechnet habe. Ab und an musste ich noch einmal zum letzten Kapitelanfang blättern, weil ich mal wieder vergessen hatte, in welchem Jahr wir uns befanden, denn die Handlung bezieht sich nicht auf einen kurzen Zeitraum, sondern spielt über mehrere Jahre hinweg. Damit erleben wir, wie Jacquotte aufwächst, entwickelt und sich ihren Weg sucht.
Insgesamt hat man eine Handlung gefüllt mit Kampf, Politik und interessanten Charakteren, die einen mitfiebern lassen. Erfrischend für mich war, dass die Romantik nicht im Vordergrund stand, dass sie aber dennoch vorhanden war.



Charaktere

 
Jacquotte Delahaye ist unsere Protagonistin. Sie ist schon als Kind zu bändigen und lernt früh das Kämpfen, obwohl sie es als Frau nicht muss. In ihr wächst der Wunsch, in der Bruderschaft aufgenommen zu werden und die Meere zu bereisen. Dass sie es als Frau nicht darf, versteht sie nicht und will diese Tatsache nicht hinnehmen. Sie ist willensstark, entschlossen und wird nicht müde, zu beweisen, dass sie jedem Mann ebenbürtig sein kann. Diese Eigenschaften machen sie zu einer starken Protagonistin, die einem selbst Mut macht, für seine Träume zu kämpfen.
Daneben nimmt man als Leser an dem Schicksal von Pierre Hantot, Bigford und einigen anderen teil. Einige von ihnen zeigen wirklich interessante Charakterentwicklungen. Auch die Antagonisten konnten mich persönlich überzeugen. 
 

Schreibstil



Da ich meist Romane lese, die aus der Ich-Perspektive geschrieben sind, war die Erzählweise, die in „Joli Rouge“ benutzt wurde, nicht so gewöhnlich für mich. Dennoch konnte ich mich schnell in der Welt der Bukaniere zurechtfinden. Die Sprache passt gut in die Zeit und die Welt und macht das Geschehen dadurch realistischer. 




Mein Fazit:

 
„Joli Rouge“ erzählt die Geschichte einer starken und mutigen jungen Frau, die allen Widerständen zum Trotz ihren Weg sucht. Ein relevantes Thema, das in ein historisches Gewand gekleidet und spannend erzählt wurde.
Ich kann es nur empfehlen, daher gibt es von mir 5 Herzen

 

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