Donnerstag, 1. September 2016

"Wie Monde so silbern" von Marissa Meyer [Rezension]

Originaltitel: Cinder

übersetzt von: Astrid Becker

Preis: 9,99 €

Einband: Taschenbuch (auch als E-Book oder Hardcover erhältlich)

Seitenanzahl: 384

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Meine Wertung: 4 Herzen

Reihe: Die Luna-Chroniken #1

Verlag: Carlsen Verlag

Will ich kaufen!


Kurzbeschreibung

Cinder lebt mit ihren Stiefschwestern bei ihrer schrecklichen Stiefmutter und versucht verzweifelt, sich nicht unterkriegen zu lassen. Doch als eines Tages niemand anderes als Prinz Kai in ihrer Werkstatt auftaucht, steht Cinders Welt Kopf: Warum braucht der Prinz ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich? Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie auf dem großen Schlossball ihren Höhepunkt finden. Cinder schmuggelt sich dort ein und verliert mehr als nur ihren Schuh …
(Bildquelle und Copyright liegen beim Carlsen Verlag)

Cover  


Auf dem in Dunkelblau gehaltenen Cover erkennt man die Gestalt eines Mädchens, das sich dem Himmel entgegenstreckt. Sie trägt ein hellblaues Kleid und im Vordergrund ist ein einsamer Schuh. Das lässt schon auf das zugrundeliegende Märchen schließen. Der Titel ist mit verschiedenen Zahnrädern verschnörkelt. Gerade diese gefallen mir nach der Lektüre sehr gut, da sie wunderbar zur Geschichte passen.



Meine Meinung:


Handlung


Schon die ersten Sätze haben es geschafft, mich zu überraschen, denn ich hatte mit einer „normalen“ Märchenadaption gerechnet. Mit „Wie Monde so silbern“ bin ich an eine Adaption der besonderen Art geraten. Märchen trifft Science Fiction. Da Science Fiction nur bedingt mein Genre ist, musste ich mich erst einmal darauf einlassen, aber nach der Beendigung der Lektüre bin ich froh, dass ich mich dazu entschieden habe.
Unsere Protagonistin Cinder ist Mechanikerin und Cybog zugleich. Zusammen mit ihrer Stiefmutter und den beiden Stiefschwestern lebt sie im Asiatischen Staatenbund der Zukunft und arbeitet in einer kleinen Werkstatt, um ihrer Familie ein relativ angenehmes Leben zu verschaffen.
Ihr tristes Leben wird durcheinander gebracht, als sie einen Auftrag vom kaiserlichen Prinzen selbst annimmt und die Blaue Pest, eine umhergehende Seuche, auch vor ihrer Familie nicht Halt macht.
Dieser Auftrag, die Krankheit und der Besuch der Königin von Luna sind die entscheidenden Punkte, die den Plot tragen.
Insgesamt war ich von der Welt sehr fasziniert. Marissa Meyer hat es geschafft, Märchenelemente in eine Welt der Zukunft einzubinden, die auf dem höchsten Stand der Technik ist. Da ich Märchenadaptionen im Generellen sehr gerne lesen, war es sehr schön, eine vor sich zu haben, die sich so deutlich von den Übrigen abgrenzt.
Die Handlung konnte mich unterhalten. An einigen Stellen war ich wirklich geschockt, wie herzlos einige Charaktere, Cinder gegenüber waren. Ihr Leben als Cybog ist sowieso schon nicht einfach und diese Personen helfen nicht wirklich dabei, ihr Leben angenehmer zu machen. Jedoch fand ich einige Entciklungen leider etwas vorhersehbar, sodass sie mich nicht so sehr überraschten, wie sie vermutlich sollten. Dennoch haben besonders die Charaktere und die interessante Welt, auch mit ihren politischen und gesellschaftlichen Problemen, mich weiterlesen lassen.


Charaktere


Cinder war mir von Anfang an sehr sympathisch. Sie ist vielschichtig. Stark und entschlossen, mit einem großen Herzen und dennoch verletzlich, weil sie doch nicht ganz in die Gesellschaft zu passen scheint. Ihre Selbstzweifel und Schwächen sind nachvollziehbar, ebenso ihre Handlungen. Mir fiel es leicht, mich mit ihr zu identifizieren. Es ist eine Cinderella, die eben nicht auf ihren Prinzen wartet, damit er ihren Schuh für das Happy End bringt.

Prinz Kai ist ein ebenfalls interessanter Charakter. Als junger Prinz, der zu schnell die Verantwortung für ein ganzes Land übernehmen muss, schlägt er sich wirklich gut. Er sieht die Menschen und ihre Probleme und erkennt seine Pflichten gegenüber seines Landes an. Auf der anderen Seite ist er aber auch ein sehr charmanter Junge, der einfach gerne normal behandelt werden möchte. Eine schöne Mischung.
Was mir auch gefallen hat, ist die Tatsache, dass Marissa Meyer das Element der zwei bösen Stiefschwestern durchbrochen hat. Die kleine Schwester Peony ist wirklich ein goldiger Charakter, den man leider nicht genug kennenlernt.


Schreibstil


Das Buch lässt sich flüssig lesen. Die Sichtweise ist von unserer Protagonistin geprägt. Dementsprechend fließt ihr Humor und ihre Art, die Dinge zu sehen, in den Schreibstil mit ein. Die technischen Details wurden so einfach erklärt, dass ich es mir sehr gut vorstellen konnte und auch wusste, worum es überhaupt ging.



Fazit:


Insgesamt ist „Wie Monde so silbern“ eine besondere Märchenadaption. Märchen und Science Fiction eben. Wer beides mag, hat die perfekte Reihe für sich gefunden. Mich hat es auch überzeugen können, obwohl ich Science Fiction nicht immer so zugeneigt bin.
Sympathische Charaktere und eine interessante Welt haben mich über einige vorhersehbare Wandlungen im Plot hinweg sehen lassen.
Von mir gibt es 4 Herzen.



Ich danke dem Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar!

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