Freitag, 18. November 2016

"Für dich soll's tausend Tode regnen" von Anna Pfeffer [Rezension]

Titel: Für dich soll’s tausend Tode regnen
 
AutorIn: Anna Pfeffer

Einband: Taschenbuch

Preis: 14,99 €

Seitenanzahl: 320

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Meine Wertung: 5 Herzen

Reihe: /

Verlag: cbj  

Will ich kaufen!



Kurzbeschreibung

Wer Emi auf die Nerven geht, dem verpasst sie in Gedanken eine Todesart. Und seit dem Umzug weiß sie nicht, wer mehr nervt: die Neue ihres Vaters, die sich ernsthaft in der Mutterrolle sieht, ihr Strahlemann von Bruder, der das auch noch gut findet (stirbt bestimmt mal, weil er auf seiner Schleimspur ausrutscht), oder Erik, Alphatier an ihrer neuen Schule, der einen auf cool macht und sie ständig provoziert (stirbt garantiert an einem Hirntumor wegen übermäßigen Handykonsums). Als sie sich in Chemie mit Alpha-Erik anlegt, kracht es wortwörtlich zwischen den beiden. Die Strafe dafür sind acht Samstage Graffiti schrubben. Mit Erik! Kann das Leben noch beschissener sein? Um aus der Nummer rauszukommen, schlägt Emi einen Wettstreit vor. Doch Erik ist nicht kleinzukriegen. Emi wünscht ihm tausend Tode an den Hals, bis sie merkt, dass es gar nicht so nervig ist, Zeit mit Erik zu verbringen …
(Copyright und Bildquelle liegen bei der Verlagsgruppe Random House)


Cover

Hätte ich nicht vorher viel Positives über die Autorinnen und das Buch gehört, hätte ich es mir allein wegen des Covers gekauft. Ich mag die Farbe Schwarz und finde, dass es schon auf den ersten Blick von dem schwarzen Humor erzählt, der die Geschichte bereichert. Die kleinen Zeichnungen passen wahnsinnig gut zu dem Buch. 


Meine Meinung


Handlung

Die Protagonistin Emi erzählt aus ihrer Sicht die Handlung. Sie möchte überall sein. Nur nicht im verregneten Hamburg. Hier ist sie aber und muss sich einer neuen Lebenssituation stellen. Neue Schule, neues Haus, neue Freundin des Vaters. Leider keine neue Familie. Ihr fällt es schwer, sich darauf einzulassen.
Ihre Eigenart, um mit dem Leben klar zu kommen: Sie sammelt skurrile Tode in ihrem schwarzen Büchlein und verpasst auch gerne ihren Mitmenschen kuriose Todesarten. Eines ihrer liebsten Opfer ist Erik, mit dem sie sich im Chemieunterricht angelegt hat. Sie werden zum gemeinsamen Graffiti-Schrubben verdonnert und im Laufe der Handlung stellen sie sich gegenseitig vor unmögliche Aufgaben, damit sie um die Strafe herumkommen. Blöd ist für Emi, dass Erik vielleicht gar doch nicht so nervig ist wie angenommen …
Was mir am besten gefallen hat, war definitiv der Humor der Geschichte. Emi ist herrlich sarkastisch, zynisch und würzt alles mit dieser Prise schwarzen Humors. Ich habe oft herzlich gelacht. Dabei bleibt die Handlung aber nicht oberflächlich, sondern die Charaktere zeigen Tiefgang. Die Aufgaben, die sie einander geben, stellen sie vor persönliche Herausforderungen, wodurch sie wachsen. Während sie sich nur widerwillig ihrem jeweiligen Schicksal fügen, ist es für den Leser das reinste Vergnügen. Die Mischung aus Tiefgang und Humor ist einfach sehr gut gelungen und ich habe die Seiten nahezu inhaliert. Schwups und ich war fertig. 


Charaktere 

Auf der einen Seite ist Emi das typische pubertierende Mädchen, das sich nicht mit der neuen Situation anfreunden will, weil sie ihre Heimat und beste Freundin vermisst. Zudem möchte sie die Freundin ihres Vaters weder kennenlernen noch akzeptieren. In der Schule gehört sie auch nicht dazu. Auf der anderen Seite ist sie aber so viel mehr und so anders. Sie sammelt Zitate über den Tod, Todesanzeigen und wirkt sehr zynisch. Diese Seite hat mir sehr geholfen, die andere zu akzeptieren, da ich über dieses pubertierende Verhalten gerne mal die Augen verdrehe.
Erik ist auch sehr viel mehr als das Alphatier. Irgendwie ist er missverstanden. Ihn konnte ich echt schnell in mein Herz schließen. Wieder ein Fall: Harte Schale, weicher Kern.


Schreibstil

Auch der Schreibstil hat mir wahnsinnig gut gefallen. Die Art und Weise der Autorinnen zu beschreiben, sticht sehr heraus. Außerdem haben sie ein Händchen dafür, Emis schwarzen Humor einzubauen. 


Mein Fazit:

„Für dich soll’s tausend Tode regnen“ ist ein unterhaltsamer Jugendroman, der mit schwarzem Humor überzeugen kann. Er überrascht außerdem mit Tiefgang.
5 Herzen und eine Leseempfehlung.

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