Donnerstag, 10. November 2016

"Rebell - Gläserner Zorn" von Mirjam H. Hüberli [Rezension]

Titel: Rebell – Gläserner Zorn

AutorIn: Mirjam H. Hüberli

Einband: Softcover (auch als E-Book erhältlich)

Preis: 12,90 € (E-Book: 3,99 €)

Seitenanzahl: 260

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Meine Wertung: 4 Herzen

Reihe: Rebell #1








Manche Träume entführen uns in eine Welt,  die wir noch nie zuvor betreten haben.
Und obwohl sie uns fremd ist, kennt sie unsere Seele seit Hunderten von Jahren.


Mein Name ist Willow Parker. Eigentlich dachte ich immer, ich sei ein ganz normales Mädchen. Okay, nicht ganz normal, denn wer sieht schon in den Augen der andern deren eigenes Spiegelbild? Aber seit heute weiß ich nicht einmal mehr, was es bedeutet, normal zu sein…
(Quelle und Bildcopyright liegen beim Drachenmond Verlag)





Ich liebe dieses Cover. Das Zusammenspiel der Farben, dieser verschnörkelte Spiegel mit dem leuchtenden Stein und im Gegensatz dazu wieder die Totenköpfe. Das Cover spiegelt den Inhalt des Buches so gut, das ich es nicht in Worte fassen kann. Außerdem sieht es so schön im Regal aus.

Was ich jedoch fast noch schöner finde als die äußere Gestaltung ist die Innere. Viele kleine und größere Illustrationen verschönern die Seiten und unterstützen die Geschichte visuell. Ich habe mich in die Zeichnungen, besonders die der Charaktere, verliebt.






Willow weiß, dass sie nicht ganz normal ist. Schließlich kann sie in den Augen ihrer Mitmenschen deren eigenes Spiegelbild sehen. Dieses Phänomen ist Gegenteil von Normalität. Sie ist jedoch gut daran, ihre Andersartigkeit zu verdrängen und schwärmt viel lieber von ihrem Fast-Freund Noah. Wäre das Fast vor dem Freund nicht, wäre ihr Leben perfekt. Als es gerade so aussieht, als ob Noah diesen Schritt gehen möchte, tritt ein Fremder in Willows Leben und bringt es gehörig durcheinander.
Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.
Die Handlung wird uns aus Willows Perspektive geschildert. Da ich in letzter Zeit viele Bücher gelesen habe, die nicht Präsens geschrieben waren, musste ich mich erst einmal wieder an die gegenwärtige Erzählstimme gewöhnen. Aber schon mit den ersten Kapiteln konnte mich die Geschichte in ihren Bann ziehen. Die erste Hälfte beschäftigt sich viel mit Willow und ihrer Fast-Beziehung zu Noah, dadurch hat man als Leser genügend Zeit die Protagonistin kennenzulernen. Zugleich werden durch das Erscheinen des Fremden die ersten Fragen aufgeworfen. Wohl gemerkt handelt es sich hierbei um die ersten Fragen.

Im Laufe der Handlung häufen sich die Fragen und nur wenige werden im ersten Teil befriedigend beantwortet. Auf der einen Seite stört mich das nicht, ich fiebere gerne mit voller Vorfreude dem zweiten Band entgegen, auf der anderen Seite ist man viel im Dunkeln getapst und meine Neugierde ist in keinster Weise gestillt worden, sodass mir gar nichts überbleibt als auf den zweiten Band zu warten. Egal, ob ich es jetzt liebe oder hasse – vermutlich ist es so eine Hassliebe – ich freue mich auf REBELL #2.

Der zweite Teil der Handlung führt uns in eine faszinierende und wundersame Welt. Die Idee dahinter ist klasse und übt wahrhaftig eine große Faszination auf mich aus. Es gibt so viel zu entdecken in dieser Welt und ich freue mich, wenn nach und nach weitere Geheimnisse aufgedeckt werden. Meine Neugierde ist, wie zuvor gesagt, nicht gestillt worden.
In der zweiten Hälfte nimmt auch die Handlung an Fahrt auf und wir als Leser erfahren, warum die Geschichte überhaupt den Namen Rebell trägt. Da, wie auch schon erwähnt, nicht alle Fragen ausreichend beantwortet werden, bleibt man mit einigen Fragezeichen zurück. 




Willow ist definitiv eine Sympathieträgerin. Sie hat ihren eigenen Kopf – sie redet sich gerne ein, dass sie vollkommen normal ist – und geht mutig ihren Weg. Als sie sich der Tatsache stellt, dass es neben der Erde noch eine weitere Welt gibt, ist sie stark. Für das Überleben eines geliebten Menschens, begibt sie sich selbst in Gefahr. Ihr Herz gibt ihr Stärke und Entschlossenheit. Außerdem redet sie unglaublich viel.
Mein Liebling ist Bo, so heißt der Fremde, der so plötzlich in ihr Leben tritt. Obwohl er eigentlich ziemlich mürrisch ist, Willow nur herumkommandiert und ihr keine Antworten gibt, hat er das Herz am rechten Fleck. Er hat sich relativ schnell in mein Herz geschlichen.
Anders als Noah, dem ich leider nicht so viel abgewinnen konnte, egal wie viel Willow auch geschwärmt hat. 




Mirjam H. Hüberlis Schreibstil trägt einen Großteil dazu bei, warum ich so begeistert von der Geschichte bin. Bildlich beschreibt sie Gefühle und die Umgebung, stellt tolle Vergleiche an und passt die Art und Weise zu schreiben, perfekt an die jeweilige Situation an.





„Rebell – Gläserner Zorn“ ist ein Auftakt, der die Neugier auf mehr in die Höhe schnellen lässt. Eine neue, faszinierende Welt vereint sich mit tollen Charakteren und einem bildlichen Schreibstil.
An manchen Stellen wünscht man sich jedoch, etwas mehr zu erfahren, um nicht ganz so sehr im Dunkeln zu tapsen.
Von mir gibt es 4 Herzen. 





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