Dienstag, 31. Januar 2017

"fairies - Kristallblau" von Stefanie Diem [Rezension]

Titel: fairies - Kristallblau

AutorIn: Stefanie Diem

Reihe: fairies #1
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Verlag: Carlsen Im.press

Format: E-Book

Preis: 3,99 €

Seitenanzahl:403

Altersempfehlung: ab 14 Jahren
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Meine Wertung: 4 Herzen


**Es ist ein langer Weg zur anmutigen Sch├Ânheit einer Fairy…**
Abg├Âttisch sch├Ân, bet├Ârend elegant und absolut stilsicher – das sind Eigenschaften, von denen die 18-j├Ąhrige Sophie nur tr├Ąumen kann. Bis sie zur Feier ihres Schulabschlusses ins exotische Lloret de Mar reist und dort dem atemberaubend gutaussehenden Taylor ├╝ber den Weg l├Ąuft. Dieser entdeckt das in ihr, was sie niemals in sich sehen konnte: Sophie ist eine Fairy und geh├Ârt damit zu den sch├Ânsten Wesen des Universums. Zumindest fast, denn vor ihrer endg├╝ltigen Verwandlung muss die unsichere Abiturientin erst die Akademie der Fairies besuchen und all das lernen, was die Wesensart einer Fairy ausmacht. Und das ist nicht gerade wenig…
(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Im.press.)






Das Cover ist ein echter Hingucker und hat mich zuerst auf das Buch aufmerksam gemacht. Eine Fairy, erkennbar an den Steinen auf ihrer Stirn, ihrem Prueba, schaut mit einem verf├╝hrerischen Gesichtsausdruck nach oben und verk├Ârpert alles, was ihre Art ausmacht.







Sophie hat endlich ihren Urlaub in der Tasche und genie├čt mit ihren besten Freundinnen einen Urlaub in Lloret de Mar. Auf einer Party trifft sie Taylor, gutaussehend und wahnsinnig charmant. Sie denkt sich nichts dabei, mit ihm allein den Club zu verlassen. Dieser Augenblick ├Ąndert ihr Leben aber f├╝r immer. Taylor er├Âffnet ihr, dass sie eine Fairy ist. Wundersch├Âne Wesen, die unter den Menschen weilen und an eigenen Akademien ausgebildet werden. Sie steht nun vor der Entscheidung, ihr Leben als Fairy anzunehmen und zu lernen, was diese Art ausmacht oder in ihr altes Leben zur├╝ckzukehren.
Die Handlung wird aus der Sicht unserer Protagonistin Sophie erz├Ąhlt, die sich selbst als eher durchschnittlich ansieht. Daher schmeichelt ihr Taylors Interesse sehr. Als er ihr dann er├Âffnet, wer sie ist, kann sie es zun├Ąchst nicht glauben. Die Einf├╝hrung in die Geschichte fand ich sehr gelungen. Sophies Gef├╝hle werden glaubhaft und nachvollziehbar dargestellt, ebenso ihre Beweggr├╝nde, die ihre Entscheidung bez├╝glich ihres weiteren Lebens, rechtfertigen. Danach nimmt die Handlung kurz an Fahrt auf, bevor sie wieder gem├Ąchlich vor sich hind├╝mpelt.
Die Welt der Fairies hat mich sehr fasziniert. Besonders die Geschichte und Hintergr├╝nde. Man erkennt, woher einige Inspirationen kamen, zum Beispiel aus der Reihe der M├Ąrchen und Mythologien, und sie sind wahnsinnig gut verkn├╝pft worden. Durch die Wesensart der Fairies ist alles sehr luxuri├Âs und grenzt an Perfektion. Das ist an manchen Stellen irritierend, weil man nur auf die Fehler der Welt wartet, und auf der anderen Seite wahnsinnig interessant zu sehen.
Nat├╝rlich gibt es auch „Fehler“ beziehungsweise eine dunkle Seite der Macht. Ich wei├č immer noch nicht, ob dieses Schwarz/Wei├č-Denken wirklich angebracht ist oder ob hinter der Geschichte nicht noch mehr lauert, mehr steckt. Wenn ich mit einigen Vermutungen richtig liegen, sollten sich weitere wirklich interessante Ans├Ątze auftun. Aber ich wei├č es noch nicht. Das R├Ątsel macht es sehr spannend.
W├Ąhrend sich der Mittelteil sich etwas zieht, gibt er einem aber auch das Gef├╝hl, dass alles Friede-Freude-Eierkuchen ist. Dieses Bild wird mit dem letzten Drittel zerst├Ârt, in dem Chaos ausbricht und viele Hoffnungen erst einmal zerst├Ârt werden.
Dieses Ende konnte mich wahnsinnig ├╝berzeugen und mitrei├čen, sodass ich nach diesem Cliffhanger nicht anders kann, als ungeduldig auf Band 2 zu warten.
Wo ich die zun├Ąchst langen Kapitel als teilweise st├Ârend empfunden habe, legte sich dieses Gef├╝hl zum Ende, weil ich sie in einem Zug weggelesen habe.




Sophie ist mir sehr sympathisch gewesen. Durch ihre Krankheit, sie leidet an Asthma, wirkt sie wirklich nicht wie jemand Besonderes. Auch wenn ich denke, dass eine besondere Seele in ihr schlummert. Immer wieder habe ich gedacht, dass jetzt das Geheimnis gel├╝ftet wird, aber es kam nicht. Diese st├Ąndige Anspannung hat dazu beigetragen, dass man immer weiter gelesen hat.
Taylor bleibt einem ebenfalls ein R├Ątsel. Er ist interessant und sympathisch, aber bisher noch sehr perfekt. Mir fehlen an einigen Stellen die Ecken und Kanten. Ihre Freundschaft Schr├Ągstrich Beziehung Schr├Ągstrich oder auch nicht entwickelt sich auf interessante Weise. Obwohl ich ihre Gef├╝hle zu Beginn nicht nachvollziehen konnte, da ich nicht der Fan vom Liebe-auf-den-ersten-Blick-Konzept bin.
Die Nebencharakteren waren wirklich gut gew├Ąhlt, sehr sympathisch und sie bringen noch einmal Leben in die Handlung.





Stefanie Diems Schreibstil konnte mich sehr schnell einnehmen. Sie hat eine angenehme Mischung aus Beschreibung, Gef├╝hle, Gedanken und Gespr├Ąchen gefunden und hat mich mit ihren Worten in die Welt der Fairies entf├╝hrt.






„Fairies – Kristallblau“ ist der einnehmende Auftakt einer neuen Reihe rund um die nahezu perfekten Fairy-Wesen. Die Welt hat mich wahnsinnig fasziniert. Obwohl die Handlung gerade am Mittelteil gem├Ąchlich vor sich hind├╝mpelt, kann das Ende mit einem gro├čen Showdown und einem Cliffhanger ├╝berzeugen.



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