Sonntag, 19. Februar 2017

"17 - Das erste Buch der Erinnerung" von Rose Snow [Rezension]

Titel: 17 – Das erste Buch der Erinnerung

AutorIn: Rose Snow

Reihe: Die Bücher der Erinnerung #1
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Verlag: /


Format: E-Book (auch als Taschenbuch erhältlich)

Preis: 0,99 € (Taschenbuch: 9,90 €)

Seitenanzahl: 279
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Meine Wertung: 4,5 Herzen

Möchte ich haben!




Seit Jo denken kann, zieht sie mit ihrem Vater von Ort zu Ort, fast, als wären sie auf der Flucht. Als er ihr eröffnet, dass sie nun ausgerechnet im nasskalten Hamburg sesshaft werden sollen, hält sich ihre Begeisterung in Grenzen.
Bis sie in ihrer neuen Schule zwei gutaussehenden Jungs begegnet, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Adrian, der Jo bewusst auf Distanz hält, und Louis, der sich offensichtlich für sie interessiert. Die zwei Jungs verbindet eine geheimnisvolle Rivalität, die Jo nicht zu deuten weiß - aber noch weniger versteht sie, was gerade mit ihr selbst los ist. Was für Bilder tauchen plötzlich in ihrem Kopf auf? Hat sie Halluzinationen? Oder sind das tatsächlich fremde Erinnerungen, in die sie kurz vor ihrem 17. Geburtstag auf einmal blicken kann?
(Quelle und Bildcopyright liegen bei der Autorin.)


Hach, wieder so schöne Cover. Ich liebe es die äußere Erscheinung von Büchern zu betrachten. Bei „17 – Das erste Buch der Erinnerung“ sehen wir zunächst die Zahl, die sich aus einem Schlüssel (passend zum Untertitel) und der Zahl sieben zusammensetzt. Dann finden wir das die Grashalme, die eine besondere Bedeutung in der Geschichte haben. Die Farbe ist auch sehr schön. 

Jo ist schon wieder umgezogen. Wie immer. Ihr Vater zieht mit ihr von Ort zu Ort und sie verweilen nie lange. Diesmal soll es anders sein und Jo könnte sich Besseres vorstellen, als ausgerechnet in Hamburg zu bleiben. Erstens mag sie die Stadt nicht, zweitens hatte sie endlich Freundinnen gefunden, die sie wieder verlassen musste. Auf ihrer neuen Schule gibt es gleich zwei Jungs, die ihre Aufmerksamkeit erregen und die beide ein Geheimnis haben.
Gleichzeitig scheint es, als drehe sie vollkommen durch. Oder warum sollte sie sich sonst in fremden Erinnerungen wiederfinden?
Ich muss sagen, dass ich mich mit dem Anfang etwas schwer getan habe. Von dem Autorenduo, dass sich hinter Rose Snow verbirgt, habe ich zuvor ein anderes Buch gelesen. Dieses haben sie unter ihrem anderen Pseudonym Anna Pfeffer veröffentlicht. Zu Anfang lassen sich einige Parallelen feststellen. Beide Protagonisten sind nicht gerade von ihrem Umzug nach Hamburg begeistert, beide leben nur mit ihrem Vater zusammen und beide werden im Laufe der Geschichte mit einer Person konfrontiert, die an der Seite ihres Vaters in ihr Leben treten soll. Hier hören die Parallelen auch wieder auf, aber sie haben mir leider den Einstieg etwas erschwert.
Durch den Fantasy-Aspekt und die unterschiedlichen Charaktere entwickeln sie sich dann aber komplett unterschiedlich und „17 – Das erste Buch der Erinnerung“ konnte mich in seinen Bann ziehen. Die Idee, die dahinter steckt, gefällt mir wahnsinnig gut und auch die Umsetzung des „Erinnerungsspringen“ – so nenne ich es jetzt mal – konnte mich begeistern. Viele Fragen werden aufgeworfen und man kann nicht anders, als weiterlesen, um endlich Antworten zu bekommen. Da es sich um Band Eins einer Trilogie handelt, werden natürlich nicht so viele Antworten gegeben. Dennoch macht es viel Spaß, mit Jo sich auf die Reise zu begeben, ihre Fähigkeit zu entdecken.
Auch die Charakterkonstellation ist sehr interessant und gibt dem Ganzen eine tolle Note. 




Jo ist sympathisch. Nicht auf den Mund gefallen und mit der Angewohntheit, sich zu fragen, was andere Menschen bereuen. Diese Macke macht sie direkt einzigartig. Die Dialoge, die sich ergeben, haben Witz und Pfiff.
Mein persönlicher Liebling ist Finn. Anfangs hatte ich die Befürchtung, dass sich ein kleines Liebesviereck entwickelt, aber was tatsächlich passiert ist, hat mir sehr viel besser gefallen. Auch die Entwicklung der Beziehung zwischen Jo und Finn finde ich sehr gelungen. Sie ist auch sehr amüsant abgelaufen.
Adrian ist geheimnisvoll und man weiß ehrlich gesagt nicht, woran man ist. Deswegen bin ich sehr gespannt, welche Geheimnisse er verbirgt und welche Verbindung er dadurch zu Jo hat. 



Der Schreibstil ist sehr angenehm und an Stellen auch humorvoll. Es lässt sich locker lesen und auch die jugendliche Note gibt der Geschichte das gewisse Etwas.





„17 – Das erste Buch der Erinnerung“ ist der gelungene Anfang einer neuen Trilogie. Eine originelle Idee, die in ein wunderschönes Gewand gepackt wurde. Viele Geheimnisse machen die Handlung spannend und die Charakterdynamik gibt der ganzen Geschichte den richtigen Pfiff.
Ich bin gespannt auf Band Zwei. 

,5


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