Mittwoch, 1. Februar 2017

"Das Schicksal der Talente" von Mira Valentin [Rezension]

Titel: Das Schicksal der Talente

AutorIn: Mira Valentin

Reihe: Talente-Reihe #0
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Format: E-Book

Preis: 3,99 €

Seitenanzahl: 390

Altersempfehlung: ab 14 Jahren
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Meine Wertung: 5 Herzen

Möchte ich haben!


**Die grĂ¶ĂŸte Liebe fĂŒhrt zur grĂ¶ĂŸten Rache…**
Der 17-jĂ€hrige Jakob ist der geborene AnfĂŒhrer. Niemand kann seinem Charisma widerstehen, denn zu fĂŒhren ist sein »Talent«. Fast ein ganzes Jahr musste vergehen, bis ihm eine eigene Talente-Truppe zugewiesen wurde, aber nun ist es soweit und das nicht zu knapp. Denn im Feindeslager der Faune hat sich eine rebellische Gruppe abgezweigt, deren Ziel es ist, so viele Talente wie möglich auszuschalten. Bald befindet sich Jakob in einem direkten Frontalkampf mit Levian, einem ihrer AnhĂ€nger. Doch beide haben eine gravierende SchwĂ€che: Bei Levian ist es die Liebe zu seiner GefĂ€hrtin Morgana. Bei Jakob ist es die erzkonservativ erzogene Sektentochter Marie, fĂŒr die er gegen alle Regeln mehr empfindet als es ein AnfĂŒhrer jemals tun sollte…
(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Im.press)


Der dĂŒstere Wald auf orangenem Hintergrund. Das fĂ€ngt die Stimmung des Buches gut ein. Besonders der hinteren HĂ€lfte. Dazu Maries und Morganas Erscheinung ĂŒber dem verschnörkelten Titel.
Ich bin ein Fan der neuen Erscheinung!



Jakob ist ein AnfĂŒhrer-Talent. Ohne Talente-Armee. Das Ă€ndert sich, als ihm die Truppe im hessischen Hinterland zugewiesen wird. Eine Gruppe, die radikal dezimiert wurde und deren nachrĂŒckende Talente erst entdeckt werden mĂŒssen. Seine Kommunikatorin findet er in der erkonservativ erzogenen Marie. Marie bewegt etwas in ihm. Mehr als sie sollte. Denn in der Welt der Talente gilt: Keine Liebesbeziehung und lass dich nie auf den Mund kĂŒssen.
Auch auf der Seite der Dschinn verÀndert sich etwas. Eine rebellische Gruppe zweigt sich ab und sie haben es auf die Talente abgesehen. Mit dabei: Levian und seine GefÀhrtin Morgana.

Wir haben so lange gewartet und gefiebert und dann durften wir es endlich in den HĂ€nden halten. Das Prequel der Talente. Ich kann es immer noch nicht fassen, dass ich das Buch schon wieder gelesen habe, aber gleichzeitig habe ich mich noch immer nicht von diesem GefĂŒhlschaos erholt. Es ist noch zu frisch. All die Erkenntnisse in meinem Kopf. Sieben Stunden bangen mit Mira und einem Teil der Armee haben die LektĂŒre zu einem unvergleichlichen Erlebnis gemacht. Neue Armee-Insider inklusive.
Die Handlung wird uns aus der Sicht von Jakob und Levian geschildert. Abwechselnd nehmen sie uns jeweils zur Armee der Talente und wieder in den Hohenfels mit, bis sich die HandlungsstrÀnge in einem spannenden Showdown treffen.
Ich habe vieles von dem Prequel erwartet und wusste doch nicht, wo es mich hinfĂŒhren wird. Schließlich weiß man bei Mira nie. Wirklich nie. Ich werde auch nie wieder annehmen, dass ich irgendetwas vorhersehen kann.
Eines kann ich verraten, die Geschichte wird euch wieder auf eine Achterbahnfahrt der GefĂŒhle mitnehmen. Mira Valentin weiß es einfach, ihre Leser zu quĂ€len, um sie dann wieder zu besĂ€nftigen, um ihnen wieder das Herz zu brechen. Und am Ende erblĂŒht der grĂŒne Ast und die Hoffnung ist in Reichweite. Es ist unvorhergesehen, gefĂŒhlvoll, spannend. Es ist wieder einmal grau. Schwarz-Weiß-Denken bringt einen nicht weit.
Ich habe gelacht und geweint. Ich habe geflucht. Ich wollte nicht weiterlesen vor Angst und konnte doch nicht aufhören. Ich habe so viel gerÀtselt und bin ausgerastet, als die ersten Groschen gefallen sind. Wie ich ausgerastet bin! Wenn ich an all das denke, was es offenbart hat, dann habe ich GÀnsehaut. Die Möglichkeiten, die wir jetzt haben.
Wenn man zwischen den Zeilen liest, erkennt man erst, was fĂŒr ein großartiges Werk Mira hier erschaffen hat! Wie alles auf einmal einen Sinn macht. Ich werde auf jeden Fall einen Reread starten.



Jakob hat mich immer fasziniert, weil er mir ein RĂ€tsel blieb. Nur mit der Zeit konnte man einen Blick hinter seine Fassade werfen. Ihn hier zu sehen, gab neue Erkenntnis und war so gut. FĂŒr mich ist er ein wahrer Held. Der weitergekĂ€mpft hat, obwohl er aufgeben wollte. Jakob-Fans kommen auf ihre Kosten, aber auch jeder andere wird mit dem AnfĂŒhrer mitfĂŒhlen. Mit ihm lieben und leiden. Ihn ihm sehen, was er immer so gut versteckt hat.
Auch Levian lernen wir neu kennen und ĂŒber ihn wird einiges offenbart. Mira hat mich damit einfach ins Staunen versetzt. Er hat es geschafft, mich noch einmal neu fĂŒr ihn einzunehmen.
Neben den bekannten Protagonisten lernen wir viele neue Talente kennen. In der kurzen Zeit konnten sie mich echt fĂŒr sich gewinnen. Besonders Marie. Sie ist ein starker Charakter. LiebenswĂŒrdig. Entschlossen. Jakob und sie sind einfach ein Traum. Wie sie einander verstehen, wie sie miteinander umgehen.
Am besten gefÀllt mir einfach, dass man mit diesem Wissen so viel mehr versteht. Von ihren Wesen und ihren Charakteren. Ich freu mich auf mein Reread.



Wiederholt zeigt sich, dass Ich-Perspektive PrÀsens einen komplett einnehmen kann. Ich liebe Miras Schreibstil. Sie trifft mit ihren Worten den Nagel auf den Kopf und lÀsst einem dennoch genug Raum, um zwischen den Zeilen zu lesen.




„Das Schicksal der Talente“ hat mich erneut in die Welt der Talente entfĂŒhrt und mich auf eine Achterbahnfahrt der GefĂŒhle geschickt. Die Vorgeschichte gibt einem einen wunderbaren Blick auf die Charaktere, die einem noch einmal mehr ans Herz wachsen. Jedem Fan der Reihe lege ich es ans Herz. Es besticht nicht nur mit tollen Charakteren, sondern auch mit einer spannenden Handlung voller Plottwists und GefĂŒhlen. Ich persönlich rate jedem, zuerst die Reihe um Melek zu lesen, da man dann dieses Prequel umso mehr zu schĂ€tzen weiß.




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