Mittwoch, 15. MĂ€rz 2017

"Die Legende von Enyador" von Mira Valentin [Rezension]



Titel: Die Legende von Enyador

AutorIn: Mira Valentin

Reihe: Enyador-Saga #1
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Verlag: /


Format: E-Book (Print wird in KĂŒrze erhĂ€ltlich sein)

Preis: 3,99 €

Seitenanzahl: 382
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Meine Wertung: 5 Herzen – absolute Leseempfehlung!



 


Vier Königssöhne.
Vier WĂŒnsche.
Ein Schicksal.

***

Seit Jahrhunderten kĂ€mpfen in Enyador Elben, Drachen und DĂ€monen um die Macht. Die Menschen wurden von den Elben unterworfen, ihre Erstgeborenen als Sklaven in den Krieg gegen die Drachen geschickt. Doch Tristan, ein Waisenjunge, widersetzt sich seinen UnterdrĂŒckern, anstatt an deren Grausamkeit zu verzweifeln. Dadurch löst er eine Reihe von Ereignissen aus – und eine uralte Prophezeiung erwacht zu neuem Leben.
(Quelle und Bildcopyright liegen bei Mira Valentin.)


Das Cover ist ein Traum. Als Mira es uns zeigte, kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Farben, die Details. Bei jedem Betrachten finde ich Neues. Es passt einfach wahnsinnig gut und setzt Miras Werk richtig in Szene.




Die Welt von Enyador versinkt im Krieg. Die verschiedenen Völker kÀmpfen um die Vorherrschaft. Der Waisenjunge Tristan wird von seiner Ziehfamilie getrennt und in die Gewalt der Elben gegeben. Sie halten die die Menschheit als Sklaven und schicken in den Krieg gegen die Drachen und DÀmonen. Der Wille, sich niemals brechen zu lassen, treibt ihn an. Immer wieder widersetzt er sich den Elben. Eine alte Prophezeiung gerÀt ins Rollen.
Die Handlung wird uns aus der Sicht verschiedener Charaktere erzĂ€hlt. Unterschiedliche HandlungsstrĂ€nge laufen nebeneinander her, sie treffen sich an unerwarteten Stellen, um sich dann plötzlich wieder zu trennen. Dadurch gibt sich eine Komposition ohne gleichen. Es ist das typische Auf und Ab der GefĂŒhle, das wir von Mira schon kennen, hassen und lieben. Alles gleichzeitig, es lĂ€sst den Leser einfach so viel fĂŒhlen. Zu viel. Es gab einen Punkt, an dem ich sauer war! So sauer! Wieso? Warum tut sie mir das an? Aber da war immer dieser grĂŒne Ast der Hoffnung. Ich war hin und hergerissen und einfach nur in der Geschichte gefangen! Zu viel, zu schnell und doch nicht genug.
Was mich immer fasziniert, ist ein guter Weltenbau. Enyador zeugt gerade davon. Die vier Völker, der Menschen, Elben, DĂ€monen und Drachen, haben eine gemeinsame Geschichte, die immer von MachtkĂ€mpfen geprĂ€gt war. Diese halten noch immer an. Mir gefĂ€llt das Zusammenspiel der Völker wahnsinnig gut, die Ausstattung mit StĂ€rken und SchwĂ€chen. Die einfache Definition, die nicht immer so einfach ist. Man erfĂ€hrt so viel ĂŒber das Leben der einzelnen Völker und doch nicht genug. An dieser Stelle möchte ich die Besonderheit der Drachen einfĂŒhren. Wer Vorurteile gegenĂŒber Drachen hegt, sollte das Buch nicht zur Seite legen, sondern sich von Mira ĂŒberraschen lassen. Das kann sie gut!
Außerdem habe ich mit einigen HintergrĂŒnden absolut nicht gerechnet. Plottwists der feinsten Art.


Es gibt so viele Charaktere, die ich an dieser Stelle benennen kann und sollte. Zu Beginn möchte ich aber anfĂŒhren, dass Mira eine FĂŒlle an Charakteren bietet, bei dem jeder Leser auf seine Kosten kommt. Wir als Blogger konnten uns schnell entscheiden, wer wen angeleckt hat und wir sind uns ausnahmsweise nicht in die Quere gekommen (kommt nicht oft vor).
Deswegen an dieser Stelle: Tristan ist meins. Bitte. Dankeschön. Dieser Charakter hat es mir angetan. Sein Herz. Sein Mut. Seine StÀrke. Er lÀsst sich nicht brechen. Er geht seinen Weg, er hÀlt den Kopf hoben. Hach, hier habe ich auch mein Ship gefunden.
Istariel hat mich ebenfalls sehr fasziniert. An dieser Stelle möchte ich nicht verraten, wer oder was er ist. Das muss jeder Leser selbst herausfinden.
Neben Tristan möchte ich noch seine Geschwister Agnes und Kay ansprechen. Obwohl Tristan kein Blutsverwandter ist, ist die Liebe und die Verbundenheit groß. Kay nimmt Großes auf sich, um seinen Geschwistern zu folgen. Er scheut vor nichts. Er bezeugt StĂ€rke. Auf andere Weise als Tristan, aber nicht weniger. Außerdem hat er einfach den besten Begleiter. Wie oft hat der mich zum Grinsen gebracht.
Agnes ist ein junges MĂ€dchen, mutig und mit einer frechen Klappe. Dennoch sehr feinfĂŒhlig, was ihr GegenĂŒber anbelangt.
Es gibt noch so viele weitere Charaktere, die alle eigentlich erwĂ€hnt werden mĂŒssten, weil sie es verdienen. Die Konstellationen sind großartig. Schmunzeln ist an der ein oder anderen Stelle vorprogrammiert.


Mira hat sich von ihrer gewöhnlichen Perspektive getrennt. Statt Ich-Perspektive PrĂ€sens, haben wir verschiedene personale ErzĂ€hler. Das passt natĂŒrlich sehr viel besser in das Setting. Das Ă€ndert nichts an der Tatsache, dass Mira mit ihren Worten in fremde Welten entfĂŒhren kann. Ihre Worte lassen Enyador und seine Bewohner zum Leben erwachen. 




„Die Legenden von Enyador“ ist der Auftakt von Mira Valentins neuem Fantasy-Epos. Mich hat die Welt völlig fĂŒr sich eingenommen. Ebenso die Charaktere. Ein faszinierender Weltenbau trifft auf spannende Wendungen und tiefgrĂŒndige Charaktere. Er hat mich in ein GefĂŒhlschaos gestĂŒrzt, auf dem ich nur ungern erwacht bin. Warum kann ich nicht direkt weiterlesen?
Ein Must-Read fĂŒr Fantasy-Fans! Und ich warte sehnsĂŒchtig auf den zweiten Teil und erinnere mich immer wieder daran, mich niemals brechen zu lassen. 

Vielen Dank an Mira Valentin fĂŒr das Vorab-Exemplar.




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