Montag, 17. April 2017

"Without Worlds" von Kerstin Ruhkieck [Rezension]


Titel: Without Worlds

AutorIn: Kerstin Ruhkieck
 
Reihe: /
______________________________
Verlag: Dark Diamonds

Format: E-Book

Preis: 4,99 €

Seitenanzahl: 350

Altersempfehlung: ab 16 Jahren
______________________________
Meine Wertung: 4,5 Herzen






**Die Liebe stirbt zuletzt…**
Die 21-jährige Clara ist eine der wenigen Überlebenden einer untergegangenen Welt. Zusammen mit dem letzten Rest der Bevölkerung lebt sie im einzigen Gebäude, das nach der großen Erderschütterung stehen blieb: ein ehemaliges Luxushotel, das einsam in den Himmel hinaufragt und von todbringenden Kreaturen umzingelt ist. Als »roter Engel« ist es ihre trostlose Aufgabe, regelmäßig das Bett mit einem ihr zugewiesenen Mann zu teilen und dessen Nachkommen auszutragen. Bis eines Tages ein neuer Überlebender zum Teil der Gemeinschaft wird und ihr Leben eine Kehrtwendung nimmt…​
(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Dark Diamonds.)








Das Cover hat etwas Trostloses. Das Grau, aus dem sich das zerstörte Hotel nur bedingt herauskämpft, fängt die Stimmung des Romans gut ein. Noch besser ist die rote Farbe des Kleides der jungen Frau. Es ist stimmig mit dem Roman.






Clara hat die Zerstörung der Welt überlebt. Gemeinsam mit dem Rest der Bevölkerung bewohnt sie ein ehemaliges Luxushotel. Die Welt ist von tödlichen Kreaturen befallen und niemand – außer die Opferkämpfer – traut sich aus der Sicherheit des Hotels heraus. Clara arbeitet als „roter Engel“ – eigentlich ausgebildet als Krankenschwester. Doch ihre Aufgabe ist es nicht, die Wunden der Männer zu verbinden, sondern mit ihnen das Bett zu teilen und am besten ihre Kinder austragen. Sie wehrt sich nicht gegen ihr Schicksal, bis jemand aus der tödlichen Welt an der Tür des Hotels ankommt.
Mir fällt das Schreiben dieser Rezension ziemlich schwer. Das Buch habe ich gestern in einem Zug gelesen, konnte es kaum aus der Hand legen und doch … es ist verstörend. Es hat mich ein wenig verstört und doch zum Nachdenken angeregt. Es hat meine Gefühlswelt berührt und ein wenig ins Wanken gebracht. Die Welt, die die Autorin hier zeichnet, ist anders als andere dystopische Welten, die ich bisher kennengelernt habe. Die Atmosphäre ist düster, hoffnungslos. Es gibt keinen Trost und hinter jeder Ecke wartet etwas, das einen weiter verwirrt und mitnimmt.
Es ist wahnsinnig spannend. Ich habe mit so vielen Wendungen nicht gerechnet. Und doch ist es hässlich, weil es die hässlichen Seiten dieser zerstörten Menschheit, der gestörten Gesellschaft aufzeigt.
Man kann sich schlecht in Claras Gefühlswelt hineinversetzen. Nicht, weil es schlecht geschrieben ist, sodass die Gefühle nicht herüber kommen. Keineswegs deswegen. Sondern einfach, weil man sich nicht hineinversetzen möchte und kann.
Die Liebesgeschichte in diesem Buch ist anders und ich weiß immer noch nicht, was ich denken soll. Der Titel beschreibt sie vermutlich perfekt.
Es ist bewegend, spannend, verstörend.






Clara ist anders. Sie hatte schon längst aufgegeben. Sie hat gleichgültig in den Tag gelebt, bis Kian kam und ihre Welt erschüttert hat. Ihre Entwicklung ist interessant mitanzusehen. Aus der Gleichgültigkeit gerissen muss sie sich auf einmal mit ihr fast unbekannten Gefühlen auseinandersetzen.
Kian agiert erst spät und so ganz wurde ich aus ihm nicht schlau. Er ist ein starker Protagonist und er scheint das Herz am rechten Fleck zu haben. Aber diese zerstörte Welt macht es beiden Protagonisten nicht leicht.





Die Ich-Perspektive Präsens entführt einen sofort in die Geschichte hinein. Der Schreibstil ist wahnsinnig spannend und malt eine dystopische Version der Zukunft.







„Without Worlds“ zeichnet eine Version der Zukunft, die ich lieber nicht erleben möchte. Kerstin Ruhkieck entführt ihre Leser in ein Abenteuer, das einen zum Nachdenken anregt. Es hat mich mit vielen Emotionen zurückgelassen, die ich noch immer am Ordnen bin.
Von mir gibt es 4,5 Herzen.


,5


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über jeden Kommentar =)