Dienstag, 18. Juli 2017

"Göttin der Dunkelheit" von Anke Unger [Rezension]

Titel: Göttin der Dunkelheit

AutorIn: Anke Unger

Reihe: Die Chroniken der Götter #1
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Verlag: Dark Diamonds

Format: E-Book

Preis: 3,99 €

Seitenanzahl: 368

Altersempfehlung: ab 16 Jahren
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Meine Wertung: 4,5 Mixtapes







**Eine berauschende Welt voller Götter, Magie und Intrigen**

Als Priesterin im Tempel des Lichts dient die temperamentvolle Magierin Areshva ihrer Göttin von ganzem Herzen. Doch dann nehmen düstere Mächte das Land ein und verdrängen die Kräfte des Guten. Areshva sieht nur einen Ausweg, um ihrer Göttin zu helfen: Sie muss sich mit der Dunkelheit verbünden. Nur so kann sie die Zauberkraft erlangen, die sie im Kampf brauchen wird. Doch die Dunkelheit ist ein Pfad voller gefährlicher Versuchungen… 
(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Dark Diamonds.)




Schwierig. Mir persönlich gefällt das Cover nicht so gut, da ich kein Fan der Kombination schwarzgelb bin, aber es passt wirklich gut zur Geschichte. Es fängt die Dunkelheit und die Protagonistin perfekt ein. So habe ich mir Areshva tatsächlich vorgestellt.





Areshva dient als Priesterin im Tempel der Lichtgöttin. Doch wo es Licht gibt, da sind Schatten nicht weit. Die Dunkelheit breitet sich im ganzen Land aus und Areshva sieht sich gezwungen, sich mit ihrem Feind zu verbünden, den düsteren Mädchten, um ihrer Göttin zu helfen. So einfach wie es klingt, ist es aber nicht.
Dies ist nur einer von zwei Handlungssträngen, die den Leser in „Göttin der Dunkelheit“ erwarten. Ich muss zugeben, dass ich ein bisschen Zeit brauchte, um in der Geschichte anzukommen. Es passiert schon auf den ersten Seiten so viel, was Wahnsinn ist. Es wird einfach nicht langweilig, aber es macht das Ankommen auch schwieriger, denn im selben Zug lernt man eine sehr faszinierende und sehr fremde Welt kennen. Ich bin begeistert von diesem Weltenbau. So viel Liebe zum Detail. Fremde Wesen, neue Götter und Magie. Eine sehr schöne Mischung und so anders. Es hebt sich deutlich von der Masse ab.
Auch der zweite Handlungsstrang konnte mich begeistern und ich konnte den Moment nicht erwarten, bis sich die Stränge endlich trafen. Der Aufbau der Handlung und die Wechsel zwischen den Sichten waren sehr schön aufeinander abgestimmt.
Ein kleines Minus, das ich noch anzumerken habe, sind die Zeitsprünge, die gerade zu Beginn sehr gehäuft haben. Es dauerte immer einige Sätze, bis ich einordnen konnte, wo ich gerade bin. Ansonsten war es aber ein fantastisches Lesevergnügen.





Areshva ist eine außergewöhnliche Protagonistin. Als Priesterin lebt sie ihr Leben für ihre Göttin. Die Umstände zwingen sie jedoch von den Pfaden des Lichts abzuweichen. Dieser Konflikt des Lichts und Dunkelheit, der das Land spaltet, findet in Areshva wohl ihren Höhepunkt. Das macht sie sehr interessant. Nicht immer sympathisch, aber diese Momente zeigen den Konflikt noch einmal sehr deutlich.
Der Protagonist des anderen Handlungsstrangs ist Silvrin. Irgendwie das Gegenstück zu Areshva. Er bringt noch einmal eine andere Facette mit und ich bin sehr gespannt, wie es mit ihm weitergeht.



Ich kann gar nicht genau sagen, was Ankes Schreibstil auszeichnet, nur das ihre Erzählweise wirklich etwas Besonderes ist. Sie schreibt sehr direkt und nicht um den heißen Brei herum. Dennoch nicht erklärend. Mir gefiel es sehr gut.



„Göttin der Dunkelheit“ entführt uns in eine Fantasywelt, die sich deutlich von der breiten Masse abhebt. Der Weltenbau ist bestimmt von Göttern und Magie, sowie dem Konflikt zwischen Licht und Finsternis. Die Protagonistin ist ebenso außergewöhnlich. Trotz kleiner Schwäche kann das Werk voll überzeugen.


Vielen Dank an Anke Unger und dem Carlsen Verlag für das Leseexemplar.

1 Kommentar:

  1. Liebe Jay, ganz herzlichen Dank für diese liebevoll und detailreich ausgeführte Rezension!

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