Mittwoch, 26. Juli 2017

Talk-Stage mit Annie Laine

Aloha und herzlich Willkommen auf der Talk-Stage
Quelle: pixabay.de / User: tookapic
 Es freut mich auf ein Neues begrüßen zu dürfen. Ich habe so viel Spaß daran, so viele Autoren sprechen zu dürfen. Letzte Woche war Cat Dylan da. Das Interview kann hier nachgelesen werden und diese Woche begrüße ich jemand ganz Besonderes. 
Begrüßt mit mir: Annie Laine
(c) Klaudia Szabo
Annie Laine wurde im schönen Osthessen geboren. Nach dem Realschulabschluss führt sie ihr Leben zunächst in ganz verschiedene Richtungen. Sie schließt eine Ausbildung ab und arbeitet ein halbes Jahr auf der Kanareninsel Teneriffa, findet aber nicht ihre Passion darin. Das zieht sie schließlich zurück zu den Büchern. Während sie tagsüber Buchhandel/Verlagswirtschaft studiert, verbringt sie ihre Nächte mit dem Schreiben eigener Texte und betreibt einen Bücherblog.

(Quelle: www.carlsen.de) 




Es freut mich wahnsinnig, dass du hier bist, Annie, denn das bedeutet, dass es nicht mehr lange dauert, bis wir dein Debüt in den Händen halten dürfen. Am Freitag schon erscheint "Romina - Tochter der Liebe" bei Dark Diamonds. Auf das Werk wollen wir natürlich später noch zu sprechen kommen, vorher möchte ich jedoch andere Fragen stellen. Bereit? Ich hoffe doch, denn du bekommst keine Verschnaufspause *lach*

Verrate mir: 

Percy Jackson oder Göttlich?

Frage 1 und ich sitze schon in einer Zwickmühle. Toll eingefädelt, Jay *zwinker* Ich liebe ganz ehrlich beide Reihen, aber ich bin und bleibe natürlich ein Halbblut. *sich Camp Half-Blood-Shirt anzieh* Daher: Percy Jackson! Ich ziehe übrigens zu Annabeth in die Athene-Hütte *zwinker*



Schoko- oder Vanillepudding?

Schokolade!



Zitronen- oder Pfirsicheistee?

Gar kein Tee



Streifen oder Punkte?

Pünktchen



Pizza oder Pasta?

Pizza



Tag oder Nacht?

Nacht



Träumer oder Realist?

Träumer



Braun oder Blond?

Braun



Gitarre oder Klavier?

Gitarre



Reisen oder Zuhause?

Reisen



Die erste Frage war gar keine Absicht *unschuldig guck* Okay, vielleicht doch. Ich wollte ein wenig gemein sein, weil ich weiß, wie sehr du die Griechische Mythologie liebst. Ich hätte mich auch nur sehr schlecht zwischen den Reihen entscheiden können, aber es wäre wohl auch Percy gewesen.

An dieser Stelle möchte ich zum nächsten Interview-Teil kommen. Für diejenigen, die es noch nicht wissen, jetzt kommt: Randomtopics. Drei Fragen zu völlig willkürlichen Themen.

Ich weiß ja, dass du auch ganz gerne Filme schaust.

Welcher Film bringt dich zum Lachen / welcher zum Weinen?

Gelacht habe ich viel bei „Vaiana“. Stichwort: Hei-hei. Dieses Hühnchen hat es eben einfach drauf. Mehr brauche ich, glaube ich, gar nicht dazu sagen.

Wenn du mich zum Weinen bringen willst, dann solltest du mit mir auf jeden Fall „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ schauen. Bestimmt ist es ein riesiges Klischee, aber ich habe bei dem Film im Kino damals wahnsinnig geflennt. Gut, dass es Sommer war und ich eine Sonnenbrille mithatte – mein Make-Up an dem Tag war leider nicht wasserfest.



"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist wirklich ein Film, der die Tränen laufen lässt. Ich habe auch sehr viel geweint und war danach zerstört. Dabei hatte ich das Buchs schon vorher gelesen.

Aber gehen wir zu erfreulicheren Themen über. Stell dir vor, du bist verabredet.

Welche drei Dinge hast du immer bei dir, wenn du das Haus verlässt?

Mein Handy! Wenn ich allein unterwegs bin und wenn ich nur zum Einkaufen gehe, dann höre ich über mein Handy immer – wirklich immer! – Musik. Meinen Kindle, man weiß schließlich nie, wann man Zeit hat, doch noch ein paar Seiten zu lesen. Und meinen Notizblock, falls man von Plotbunnies überrumpelt wird und Ideen schnell niederschreiben muss.



Irgendwie habe ich das Gefühl einen Blick in meine eigene Handtasche geworfen *lach*

Letzte Frage:

Wenn Du einen Tag in Deinem Leben wiederholen könntest, welcher wäre das dann?

Das wäre letzten Sommer das Geheime Talente-Event in Buchenau. Den Tag werde ich wohl ewig im Gedächtnis behalten. Wie sich die gesamte Armee der Talente in Korsagen und Steampunk-Outfits geschmissen hat, um in von Traktoren gezogenen Planwagen die Handlungsorte der Talente-Reihe anzuschauen, das war einfach großartig. Ich habe an dem Tag selbst am Steinbruch eine Szene aus dem letzten Teil der Talente vorlesen dürfen und auch die Feier am Ende war unvergesslich. Im Übrigen müssen wir das mal wiederholen!



Hach, das war wirklich ein toller Tag. Unbedingt wiederholungswürdig. Da haben wir uns das erste Mal persönlich gegenüber gestanden *grins*

Gehen wir nun zum letzten Teil über.

„Romina – Tochter der Liebe“ ist ja dein Debüt. Die ersten Blogger haben es schon bekommen, aber am Freitag erscheint es endlich offiziell. Mit welchen Worten würdest du es selbst beschreiben?

Ich brauche nur ein Wort: Flauschig.

Das passt wohl am besten, denn wer hier einen typischen, düsteren Dark Diamonds-Titel sucht, der wird nicht fündig werden. „Romina“ ist wohl eher ein Bright Diamond.

Es handelt sich dabei um eine niedliche – ja, richtig, ich habe niedlich gesagt, obwohl es kein DD-würdiges Adjektiv ist! – Liebesgeschichte zwischen Romy, einer Halbgöttin, deren größter Wunsch es ist, eine Göttin zu werden, und Devin, einem Studenten. Ganz wichtig: Er ist kein Bad Boy und hat auch keine tragische Vergangenheit, er ist ganz normal! Solche Männer gibt es nämlich auch. *zwinker* Es war mir verdammt wichtig, meine Charaktere echt und glaubwürdig zu gestalten und zu meiner Romina hat ein einfühlsamer, verständnisvoller, junger Mann, der ihr in einer schweren Zeit Halt gibt, nun einmal am besten gepasst. Ihr merkt schon, im Vordergrund stehen weniger die mythologischen Aspekte – obwohl die natürlich auch wichtig sind – sondern viel mehr die Beziehung zwischen meinen Protagonisten, die sich im Laufe des Buches maßgeblich verändert. Dazu kommt Rominas Entwicklung im Allgemeinen. Da sie auf dem Olymp bei den Göttern aufgewachsen ist, sieht sie sich inoffiziell schon wie eine von ihnen und muss auf der Erde erst einmal lernen, sich anzupassen. Ob ihr das gelingt und wie ihre Mission am Ende ausgeht, das müsst ihr aber selbst herausfinden. Oh, das war jetzt doch mehr als ein Wort. Upsi.



Ja, ein paar mehr Wörter *lach*, aber du hast ja hier die Bühne, um ein bisschen etwas zu erzählen. Deswegen nutze sie ruhig. Ich habe deinen Schaffensprozess natürlich ein bisschen verfolgt *grins*. Erzähl uns doch mal, wie viel Zeit (und wie viele Versionen) du gebrauchst hast, bis zu dem Resultat, das wir am Freitag in den Händen halten dürfen.

Puh, das ist eine sehr lange Geschichte. Ich versuche mal, sie etwas abzukürzen. Alles begann auf der Leipziger Buchmesse 2016, als im Rahmen der Impress-Programmvorstellung der Tolino Media-Schreibwettbewerb mit dem neuen Kooperationspartner Impress vorgestellt wurde. Ich habe noch am gleichen Abend nach der Messe die ersten Worte ins Manuskript getippt und wusste damals noch gar nicht, in welche Richtung das alles geht. Ich wollte nur eins: In sechs Wochen 55.000 Wörter schreiben, fertig werden und das Manuskript einreichen. Am Ende waren es 72.000 Wörter und die waren in meinen Augen der allergrößte Mist. Trotzdem habe ich es eingereicht – man *hüstel* Izzy von Mitternachtsschatten *hüstel* drohte damit, meine Aufgabeintentionen an die Jury weiterzutragen. Ich dachte natürlich, die Jury würde das Manuskript nach drei Seiten in den Müll pfeffern und kam gar nicht auf die Idee, meinen Namen auf der Longlist zu suchen. Aber da stand der auf einmal. Gut, dachte ich, irgendwas muss ich wohl richtiggemacht haben. Nur was?

Auf die Shortlist bin ich leider nicht mehr gekommen – habe ich auch nicht mit gerechnet – aber dann hatte ich auf einmal eine Mail im Postfach. Von Nicole aus dem Impress-Lektorat. Sie hat mir einige Anmerkungen geschickt und mich gebeten, das Manuskript überarbeitet noch einmal einzureichen. Ich habe ihre Anmerkungen gelesen und mir gedacht, dass ich eigentlich auch von vorn anfangen könnte. Gesagt, getan. Komplett von Anfang bis Ende. Dann wollte ich das Exposé ändern und habe festgestellt, dass ich es nicht ändern wollte, weil mir die Handlung vorher besser gefallen hat. Also Neufassung in den Papierkorb, die alte vom Wettbewerb wieder raus und noch einmal überarbeitet – und gewaltig gestrichen. Nachdem meine Alphaleserin sich dran ausgetobt hat, musste ich noch einmal von Anfang an überarbeiten und nachdem meine Betaleser durch waren noch mal. Darüber hinaus habe ich noch während den sechs Wochen innerhalb der Deadline oft überarbeitet und Dinge umgeworfen. Wie oft, das kann ich nicht mehr sagen, aber es gibt mit Sicherheit über fünf verschiedene Versionen auf meinem PC. Oh, und im Lektorat wurde auch nochmal einiges umgeworfen.

Fassen wir zusammen: Die Rohfassung hat sechs Wochen gebraucht, die Überarbeitung knapp zwei Monate und das Lektorat auch nochmal einen Monat. Also sind das zusammen ungefähr viereinhalb Monate.



Das klingt gar nicht so lang *grins*, aber wir haben schon sehr viel von Romy erfahren. Was fasziniert dich eigentlich so sehr an der griechischen Mythologie? Was hat dich bewegt, mythologische Elemente einzubauen?

Hach, es gibt so viele griechische Mythen, so viele Götter, Helden und mythologische Gestalten, die alle irgendwie zusammenhängen. Man könnte sich vermutlich sein ganzes Leben lang nur mit der griechischen Mythologie auseinandersetzen und wüsste immer noch nicht alles. Mich fasziniert einfach … alles. Ich kann es gar nicht sagen. Ich liebe das Setting des antiken Griechenlands, die vielen verschiedenen Götter und ihre Beziehungen untereinander und natürlich die Mythen, die sich um diese Zeit ranken. Vermutlich bin ich aber einfach nur Disney-vorbelastet. Mein erster Kontakt mit griechischer Mythologie war schließlich Disneys Herkules – der unkorrekteste Film aller Zeiten – und ich liebe ihn über alles.

Ich will schon lange über griechische Mythologie schreiben, aber in der Zeit von Percy Jackson und der Göttlich-Trilogie ist es natürlich unglaublich schwer, das Rad neu zu erfinden. Die Geschichte, in der ein normaler Junge oder ein normales Mädchen auf einmal erfährt, dass er/sie ein/e Halbgott/Halbgöttin ist, ist schon so oft dagewesen, dass ich dachte, ich drehe den Spieß einfach mal um und picke mir darüber hinaus noch einen etwas unbekannteren Gott raus. Daher stammt meine Romina nicht von einem allseits bekannten olympischen Gott wie Zeus, Poseidon oder Apollo ab, sondern von Eros. Damit hatte ich gleich ganz neue Möglichkeiten, schließlich wäre es nicht das erste Mal, dass Eros jemanden von der Erde auf den Olymp geholt hat *zwinker*



Eros und seine Pfeile haben schon etwas *lach*

Da es sich bei "Romina" um dein Debüt handelt, war es auch das erste Mal, dass du aus dieser Perspektive mit einem Verlag zusammengearbeitet hast.

Was war für dich das Spannendste an der Zusammenarbeit?

Ich finde eigentlich alles spannend. In meinem Studium (Buchhandel und Verlagswirtschaft) habe ich die Wertschöpfungskette eines Verlags schon behandelt, aber wenn man sich das Ganze nicht als Verlagsstudentin, sondern als Autorin ansieht, ist es noch einmal etwas ganz anderes. Sehr überrascht war ich, wie schnell das jetzt alles ging. Meine Zusage habe ich Mitte Mai bekommen und jetzt zweieinhalb Monate später ist die Veröffentlichung zum Greifen nah. Was mich aber in den letzten Monaten am meisten an der Zusammenarbeit mit dem Verlag auf Trab gehalten hat, war wohl das Lektorat. Wie gesagt, ein ganzer Monat! Drei Durchgänge haben wir gebraucht und am Ende waren meine Lektorin und ich beide traurig, dass es vorbei ist. Natürlich gibt es auch noch andere Punkte, wie zum Beispiel das hibbelige Aufs-Cover-Warten oder der Moment, in dem man zum ersten Mal seinen eigenen Internettext liest … hach, ich könnte mich daran gewöhnen.



Dann hoffen wir, dass du dich daran gewöhnen darst.

Worauf dürfen wir uns noch von dir freuen? Sind weitere Projekte in Planung?

In Planung? Jep. Und auch schon unter Vertrag. Meine Lesbian Romance Märchenadaption wird im September als E-Books im Moments Verlag erscheinen, das Taschenbuch folgt etwas später, wann genau kann ich noch nicht sagen. Und sonst? Ich schreibe fleißig und sehe, wo es mich hinführt. *zwinker*  Wenn sich etwas ergibt, erfährst du es mit als erste, meine liebe Jay. *grins*



Das will ich ja auch hoffen. Du würdest Ärger mit mir bekommen, wenn nicht.

Die liebe Cat, die letzte Woche hier war, hat dir eine Frage dagelassen.
Liebe Annie, du darfst für ein Jahr auf einer Insel deiner Wahl mit einem/r Protagonisten/Protagonistin deiner Wahl leben. Wo und mit wem wäre das?
Ich schätze, ich würde Katniss Everdeen aus den Tributen von Panem wählen. Nicht nur, dass ich ihre Geschichte wirklich spannend finde, sie weiß auch, wie man in der Wildnis überlebt. Sie könnte jagen, mir erklären, welche Pflanzen essbar sind und in Sachen Unterschlupf bauen ist sie sicher auch super. Mit ihr würden meine Überlebenschancen auf der einsamen Insel deutlich in die Höhe schießen.  



Und du darfst Ewa A. ebenfalls eine stellen.



Liebe Ewa,wenn du eine Disney-Prinzessin wärst, welche wärst du dann und wieso?



Hmm. Gute Frage. Ich bin gespannt auf die Antwort.
An dieser Stelle möchte ich mich bei dir bedanken, dass du heute hier warst und meine Fragen so schön beantwortet hast.

Ich hoffe, dich als Leser hat es ebenfalls unterhalten.



Das Werk
Titel: Romina - Tochter der Liebe
AutorIn: Annie Laine
Reihe: /
Verlag: Dark Diamonds
Format: E-Book
Preis: 4,99 €
Seitenanzahl: 395
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
 Kurzbeschreibung
**Auch eine Göttin kann der Liebe nicht widerstehen**
Romina hat ihr ganzes Leben der Liebe gewidmet. Als Halbgöttin ist es ihr Auftrag, die Menschen zu verkuppeln und ihre Herzen höherschlagen zu lassen. Aber dann wird sie aus heiterem Himmel vom Olymp verbannt und ihrer Göttlichkeit beraubt. Völlig unvorbereitet findet sie sich plötzlich auf der Erde wieder und muss am eigenen Körper erfahren, was Worte wie Hunger und Kälte bedeuten. Doch es gibt einen Ausweg aus ihrem Unglück: Gelingt es ihr, den süßen Literaturstudenten Devin mit der ihm vom Schicksal vorherbestimmten Partnerin zusammenzubringen, darf sie als Göttin auf den Olymp zurückkehren. Eine Aufgabe, die Romina mehr abverlangen wird, als sie sich vorstellen kann...
(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Dark Diamonds)

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